Entrosten und schützen

Der perfekte und günstigste Rostschutz

75 %ige bis 85 %ige Phosphorsäure auf das Blech dünn auftragen, es wird von Tag zu Tag dunkler, bis es schwarz ist. Die Säure kann wirklich hauchdünn aufgetragen werden da die Konsistenz dicker als Wasser ist beginnt sie ansonsten später zu laufen. Das würde zwar nichts ausmachen ist aber reine Verschwendung, hier gilt: weniger ist mehr.

Die Säure dringt durch die Kapilarwirkung auch zwischen Doppelbleche und Falzen.

Der Lackierer kann direkt auf dem nun trockenen Blech ( dauert nur einige Stunden bis es richtig trocken ist ) den Aufbau seiner Arbeit beginnen oder Ihr könnt die so behandelten Teile einfach sich selbst überlassen bis Ihr irgendwann lackieren wollt. Ein wegschleifen ist nicht notwendig. Die Säure greift weder Gummi noch Kunstharzlacke an.

Man bekommt die Säure in der Apotheke, ( Vorbestellen ) und man muß sich bei der Abholung ins Giftbuch eintragen, Ausweis nicht vergessen. Kosten ?? Der Liter kostet knapp 40 € und reicht immens lange. ( Ich denke mal 1 Liter = 2 komplette Traktoren ) man kann es aber auch für das Garagentor / Gartenzäune usw. verwenden.

Die Säure kann auch direkt über mich bezogen werden, inclusive Porto sind es 32 € da ich immer große Mengen einkaufe.

ca. 1 Stunde später. Man sieht wie es dunkler wird.

Nur 12 Stunden später ist das Blech tiefgrau, nach 3 Tagen ist es richtig schwarz. Man braucht nicht zu schleifen um den Farbaufbau zu beginnen, einfach das lose zeug mit einem Lappen abwischen.

Entrosten

Entrosten …
Die braune Pest lauert überall. Hier eine kleine Sammlung von Tipps rund um das Entrosten, die von Hobby-Schraubern und Profis zusammen getragen wurden.

Nur mal so als Frage : Kennt Ihr schon den Trick mit dr Cola ?? Ob Pepsi oder Coka ist dabei egal ( darf aber kein Bacardi drin sein icon_lol.gif ).

Probiert zuerst mal diese Variante aus. Entweder in Cola legen ( wenn die Teile klein genug sind ) oder einen getränkten Lappen drauflegen und über Nacht einwirken lassen.

Das klappt wunderbar. Auch Schrauben lassen sich manchmal so lösen wenn andere Mittel versagt haben.

Kleinteile entrosten
Eine schnelle und effiziente Lösung, um kleine Teile wie Schrauben zu entrosten ist die chemische Behandlung mit verdünnter Schwefelsäure. Sie kann über Apotheken oder den industriellen Handel bezogen werden.
Die Teile werden in ein geeignetes säurefestes Gefäß gelegt, Säure dazu und in kürzester Zeit sind sie wieder metallisch blank. Danach müssen sie natürlich wieder oberflächenbehandelt werden (lackieren, verchromen).

Die Säure kann man mehrfach verwenden.

Bei deren Umgang müssen Handschuhe und eine Schutzbrille getragen werden. Die umweltgerechte Entsorgung (z.B. Neutralisieren mit Seifenlauge) ist auch selbstverständlich.

Rostpickel auf Chromteilen entfernen
Verwitterte Chromteile mit Rostpickeln lassen sich mit einem Messing- bzw. Kupferblech oder mit einer Messing- bzw. Kupferbürste aufpeppen. Der Rost wird mit dem weichen Metall abgekratzt, ohne die Chromschicht weiter zu schädigen oder Kratzer zu hinterlassen. Zusätzlich bleibt über den Rostnarben ein dünner Metallfilm, der vor schnellem Weiterrosten schützt.

Biologisch entrosten
Da gibt es auch ein Mittelchen, das nicht toxisch, nicht ätzend und nicht korrosiv ist und trotzdem gut entrosten soll. Materialien wie Kupfer, Messing, Aluminium, Kunststoff, Gummi und Vinyl werden nicht angegriffen. Na, und biologisch abbaubar soll es auch sein. Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, doch wer dies tun möchte, sollte sich bei http://www.bio-ontroester.nl informieren.

Tank innen entrosten

Sollte nicht geschehen, passiert aber leider immer wieder. Der Tank ist innen verrostet. Wie bekommt man Ihn wieder sauber ? Hier mal ein kleiner Trick.

Achtung !! Immer unter dem Aspekt der Sicherheit und Umweltschutz arbeiten.

Schutzkleidung / Brille / Handschuhe tragen und die Säuren und Rückstände ordnungsgemäß entsorgen

Rost im Tank setzt Benzinhahn und Düsen zu. Pannen oder sogar Motorschäden sind die unangenehme Folge.

Man kann dem Rost jedoch mit Hilfe von Säuren zu Leibe rücken und
gleichzeitig einer weiteren Korrosion vorbeugen. Die nachfolgend beschriebene Methode ist allerdings nur für innen unbeschichtete/unlackierte Tanks anwendbar:

Die Zutaten:
– 1 Liter Nitroverdünnung
– 2 Liter 30%tige Salzsäure
– 1 Liter 20% Phosphorsäure
– Gartenschlauch und viel Wasser

Die Säuren sind im Chemikalienhandel, aber oft auch in Baumärkten, Drogerien oder Apotheken zu bekommen.
Größte Vorsicht im Umgang mit Säuren! Es sind unbedingt Schutzbrille und Handschuhe tragen!

Das Durchführen der Arbeiten geschieht auf eigene Gefahr!

Reinigen
Zuerst den Tank mittels mit Nitroverdünnung ausschwenken, damit Dreck und eventuelle Ölreste entfernt werden. Die Verdünnung ausgießen.

Entrosten
Die Benzinhahnöffnung verschließen, zum Beispiel mit einem Plastestopfen.

Nun Salzsäure einfüllen und den Tank mit altem Tankdeckel verschließen. Die Entlüftung ebenfalls verschließen. Salzsäure einfüllen und gut eine Stunde einwirken lassen, den Tank dabei öfters vorsichtig schütteln. Die Salzsäure löst Rost und Eisen zu Eisenchlorid.

Spülen
Die Salzsäure vollständig (!) ablassen und den Tank gründlich mit Wasser
ausspülen. Achtung! Die Säure muss vor dem Spülen unbedingt gänzlich abgelassen werden!

Rostschutz
Phosphorsäure einfüllen und den Tank damit ebenfalls gut ausgeschwenken. Die Einwirkzeit sollte ebenfalls rund eine Stunde betragen. Auf keinen Fall die Säure eintrocknen lassen! Die Säure gänzlich ablassen und den Tank mit dem Gartenschlauch wieder sehr gründlich durchspülen und danach gut austrocknen lassen. Die Phosphorsäure hat eine Eisenphosphatschicht gebildet, die nun als
Korrosionsschutz wirkt.

Fertig
Der Tank ist nunmehr sauber und für längere Zeit gut vor Rost und Korrosion
geschützt.

Dann versiegeln:
zB. Kreem

Rost und / oder Farbe entfernen

Ich habe in den vergangenen 40 Jahren alle Methoden des Entlackens ausprobiert.

Die mühseligste Methode ist das Entlacken per Hand, unter zuhilfenahme von Schleifpapier und der Drahtbürste am Winkelschleifer. Allerdings ist es die kostengünstigste Variante und in den meißten Fällen reicht sie vollkommen aus.

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Das Sandstrahlen hat seine Tücken. Wenn es richtig gemacht wird spricht eigentlich nichts dagegen, man muß allerings einige Vorkehrungen treffen. Alle Öffnungen sollten sicher verschlossen sein um ein Eindringen von Sandstaub in später unzugängliche Bereiche zu verhindern. Wenn Du diese Vorkehrungen triffst gibt es nichts was dagegen spricht.

Beispiel : Wenn man ein komplettes Chasis strahlen läßt auf dem der Motor noch verbaut ist dichtet man alle Motoröffnungen ordentlichst ab, bei den Portalachsen sollte der Sandstrahler an den Öffnungen mit Panzerband abkleben um möglichst wenig vom Sandstaub eindringen zu lassen, die Portalachsen werden dann später sowieso getrennt um die Lager und evtl. Simmerringe zu wechseln, der unter Umständen vorhandene Staub wird dann entfernt. Den kompletten Motorbereich könnte man auch abdecken und später mit der Drahtbürste von Farbe reinigen, was ich persönlich vorziehe.

Bei allen Blechteilen ziehe ich das Sandstrahlen allen anderen hier schon genannten Methoden vor. Wenn Du einen korrekten Sandstrahler findest der sein Handwerk versteht ( was nicht selbstverständlich ist ) kostet ein kompletter Schlepper nicht mehr als 500 Euro. Der Sand ist so feinkörnig das er kein gesundes Material entfernt oder Dellen verursacht, Dellen entstehen nur bei unkorekter Druckeinstellung des Sandstrahlers.

Ein seriöser Sandstrahlbetrieb wird dich über die Risiken beim Sandstrahlen aufklären ( vor dem Sandstrahlen )

Man kann z.B. die Bremstrommeln abbauen, sämtliche Öffnungen ( Motor / Getriebe / u.s.w. ) mit geeigneten Mitteln wie zurechtgeschnittene Korken abdichten. Da gibt es später wirklich keinerlei Probleme, schließlich werden täglich tausende Objekte sandgestrahlt.

Ich habe mich bei einem Trockeneis Strahlbetrieb beraten lassen und auch einen gebrauchten Kotflügel als Probestück mitgenommen, es kam genau so wie man mir vorher gesagt hatte, den festen Lack konnte man nur seeeeeehr schlecht entfernen, Bitumen / Unterbodenschutz und Dreck geht hingegen sehr gut ab, Gummidichtungen werden nicht zerstört, Rost entfernen ist sehr Zeitaufwändig und kostet.
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Beim chemischen Entlacken habe ich schon Probleme bekommen. Wenn die Brühe nicht ordentlichst entfernt wird schaffst Du dir spätere Rostnester denn neue Farbe wird nicht haften. Dummerweise kann man es ja nicht sehen. Die chemisch entlackten Teile setzen auch schneller Flugrost an als sandgestrahlte, selbst wenn die Teile trocken gelagert werden. Komplette Fahrzeuge mit aufgebautem Motor und Portalachsen inklusive Bremstrommeln ist nicht möglich. Die Chemiebrühe bekommt man nie wieder rausgespült. Preise ????

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Trockeneis kann keine Farbe entfernen die fest haftet, lose Farbreste, Dreck usw. wird weggeblasen, Rost kann ebenfalls nicht entfernt werden wenn er fest ist. Motorräume von Autos kann man so schön reinigen aber keinen Schlepper den man restaurieren will.

Wenn Du einen Trockeneisstrahler in deiner Nähe hast frag mal nach seinen Erfahrungen, sieh dir seine Arbeiten an oder bring ihm ein Probeblech mit. Ich habe so verfahren und der Eisstrahler bestätigte mir meine Vermutungen. Billiger als Sandstrahlen wäre er übrigens auch nicht gewesen.

Pulverbeschichten oder Lackieren

Pulverbeschchtung und Lackieren sind 2 absolut verschiedene Welten.

Beim Pulverbeschichten wird das Material für ca. 20 Minuten auf 200 Grad erhitzt, das würde weder Spachtelmasse noch Rostschutz überstehen. Lack in Schraubenlöchern und auf Bolzen ist aber genau so störend und sollte entfernt werden.

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1. Alle Materialien die beschichtet werden sollen, sollten wegen der besseren Haftung gestrahlt sein. Das Entfetten übernimmt der Betrieb normalerweise in einer riesigen Spülmaschiene selbst.

2. Unebenheiten werden durch das Beschichten absolut nicht abgedeckt.

3. Beim Beschichten werden die Teile elektrostatisch aufgeladen, der Kunststoff aus dem die Beschichtung besteht wird auf das Blech / den Stahl mit der Pistole aufgetragen und anschließend gebacken. Sämtliche RAL – Töne sind machbar.

4. Ein Fachbetrieb wird die Gewinde mit einer hitzebeständigen Folie abdecken, wenn nicht, müßen sämtliche Gewinde nachgearbeitet werden. Innengewinde müßen mit dem Gewindeschneider wieder auf das originale Maß gebracht werden, andernfalls bekommst Du keine Mutter mehr drauf.

Felgen können bedenkenlos beschichtet werden wenn man sich an die vorab genannten Regeln hält. Eine 2 teilige Hinterradfelgen muß man natürlich auseinandeschrauben, in Bereiche wo später die Radmuttern halten sollen , sollte die Beschichtung mit dem Cutter entfernt werden weil unter Umständen die Radmuttern nicht sicher halten.