Der richtige Lackaufbau

Vorbereitung zur Lackierung – Lackierung ausführen

Lackier- und Verarbeitungshinweise

Vorbereitung zur Lackierung – Lackierung ausführen
(Motor – Getriebe – Achsen – Felgen)
1. Arbeitsgang – Entfetten
Entfettungsmittel mit Pinsel oder Sprühgerät auftragen (Ätzgefahr). Ca. 30 Minuten einwirken lassen , dann mit dem Hochdruckreiniger –am Besten heiß- absprühen.
Produkt: Entfettungsmittel
1 Liter = EURO 12,00
Verbrauch: 1 Liter
2. Mechanische Reinigung
Restverschmutzung, wie hartes Fett usw. oder Rost mit Stilspachtel, Schraubenzieher, Dreikantschaber und Schleifmaschine entfernen.
3. Nach-Reinigen!
Arbeitsgang 1 wiederholen.
Durch das Entfettungsmittel wird der Untergrund noch zusätzlich chemisch geraut.
4. Arbeitsgang – Abdecken
Die nicht zu lackierenden Teile sind abzudecken.
5. Arbeitsgang – Grundieren
K.H.-Haftgrund auf zweimal, aber nur deckend aufspritzen oder rollen. Spritzpistole mit der Düse 1,3 mm– 1,5 mm verwenden. K.H.-Haftgrund nicht als Füller verwendbar!
Trockenzeit ca. 2 Stunden, max. 24 Stunden, dann gleich den Lack auftragen.
Bei Überschreitung der Trockenzeit sollte vor dem Lackieren wieder geschliffen werden. Schleifpapier mit Korn P400 verwenden (Naßschleifpapier)
Produkt: K.H.-Haftgrund rot oder grau
1 kg = EURO 15,00
Verbrauch: 1 – 2 kg
6. Arbeitsgang – Lackieren
K.H.-Lack oder 2K-Lack M.V.: 4:1 spritzfertig zubereiten und vorspritzen (sämtliche Ecken, Kanten, Schrauben usw.). Spritzpistole mit der Düse 1,3 mm – 1,5 mm verwenden. Nach einer Ablüftungszeit von ca. 30 Minuten ersten Spritzgang wiederholen, jedoch etwas mehr Lack auftragen.
Produkt: 2K-Lack M.V.: 4:1
2K-Lack M.V.: 4:1 1,0 kg = EURO 35,00
2K-Härter M.V.: 4:1 0,25 kg = EURO 12,00
Spezialverdünnung 1,0 Liter = EURO 12,00
Verbrauch:
1,0 kg bis 2,0 kg 2K-Lack M.V.: 4:1
0,25 kg 2K-Härter M.V.: 4:1 – je 1,0 kg Lack
Ca. 10 % – 20 % der Lackmenge Spezialverdünnung.
Produkt: K.H.-Lack
K.H.-Lack 1,0 Liter = EURO 25,00
Spezialverdünnung 1,0 Liter = EURO 12,00
Oder Härterverdünnung 1,0 Liter = EURO 20,00
Verbrauch:
1,0 Liter – 2,0 Liter K.H.-Lack
Ca. 10 % – 20 % der Lackmenge Spezialverdünnung oder Härterverdünnung.
7. Trockenzeit
Staubtrocken nach 30 – 60 Minuten
Montagefest nach 12 – 24 Stunden
Es kann dem K.H.-Lack eine Härterverdünnung (Trocknungsbeschleuniger) im Austausch gegen die Spezialverdünnung beigegeben werden, der die Trocknungszeit entsprechend verkürzt.
Produkt: Härterverdünnung
1,0 Liter = EURO 20,00
Verbrauch ca. 20 % der Lackmenge
Alle Angaben bei 20° Celsius.
Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung grundieren oder lackieren!
8. Arbeitsgang – Sandstrahlen
Bei sandgestrahlten Teilen entfällt Arbeitsgang 1-2-3.

 

Vorbereitung zur Lackierung, Lackierung ausführen!
(Motorhaube, Tank, Kotflügel, Sitz)
1. Arbeitsgang – Entfetten
Entfettungsmittel mit Pinsel oder Sprühgerät auftragen (Ätzgefahr). Ca. 30 Minuten einwirken lassen , dann mit dem Hochdruckreiniger –am Besten heiß- absprühen.
Produkt: Entfettungsmittel
1 Liter = EURO 12,00
Verbrauch: 1 Liter
2. Arbeitsgang – Schleifen
Oberflächen außen im Sichtbereich am Besten metallisch blank und glatt schleifen, innen nur matt schleifen, Rost komplett entfernen. Dellenrückformen und kleine Unebenheiten mit Polyesterspachtel ausgleichen.
Vor dem Spachtelauftrag mit Spezialverdünnung Fläche reinigen.
Produkt: Polyesterspachtel
Verbrauch nach Bedarf.
3. Arbeitsgang – Nachreinigen
Entweder Arbeitsgang 1 wiederholen oder
Mit Spezialverdünnung reinigen.
4. Arbeitsgang – Grundieren – Füllprimer
Wenn kein Füllprimer aufgetragen werden soll, Teile komplett mit K.H.-Haftgrund auf zweimal nur deckend aufspritzen. Spritzpistole mit der Düse 1,3 mm – 1,5 mm verwenden.
Trockenzeit ca. 2 Stunden – max. 24 Stunden, dann gleich den Lack auftragen.
Bei Überschreitung der Trockenzeit sollte vor dem Lackieren wieder geschliffen werden. Schleifpapier mit Korn P400 verwenden.
Produkt:
K.H.-Haftgrund rot oder grau
1 kg = EURO 15,00
Verbrauch ca. 2,0 kg – 3,0 kg
Wenn Füllprimer außen aufgetragen werden soll, Teile zuerst innen auf zweimal grundieren (mit K.H.-Haftgrund wie beschrieben) und dann gleich außen 3 – 4 Schichten Füllprimer im 15 Minuten-Takt aufspritzen. Düsengröße 1,8 mm – 2,0 mm verwenden.
Im Idealfall gleich am nächsten Tag nur den Füllprimer außen mit Schleifpapier Korn P400 naßschleifen, trocknen, reinigen und dann alles innen und außen lackieren.
Produkt:
2K-Füllprimer M.V.: 4:1 1 Liter = EURO 35,00 (ca. 1,6 kg)
2K-Härter M.V.: 4:1 1 Dose (0,25 kg) = EURO 12,00
Verbrauch:
1,0 Liter 2k-Füllprimer M.V.: 4:1
0,25 Liter 2K-Härter M.V.: 4:1
5. Arbeitsgang – Lackieren
K.H.-Lack oder 2K-Lack M.V.: 4:1 spritzfertig zubereiten, einmal alles vornebeln, ca. 15 Minuten Ablüftzeit einhalten, dann zweiten Spritzgang deckend auftragen. Nach einer weiteren Ablüftzeit von ca. 30 Minuten dritten Spritzgang mit etwas mehr Lack auftragen.
Spritzpistole mit der Düse 1,3 mm – 1,5 mm verwenden.
Der Untergrund muß absolut glatt sein, ansonsten leidet nach der Trocknung die Oberfläche, sie erscheint dann matt und rauh.
Produkt:
2K-Lack M.V.: 4:1 1 kg = EURO 35,00
Verbrauch 2 – 3 kg
2K-Härter M.V.: 4:1 0,25 kg = EURO 12,00
Verbrauch 0,25 kg je 1,00 kg Lack
Spezialverdünnung 1 Liter = EURO 12,00
ca. 20 % der Lackmenge
Produkt K.H.-Lack 1,0 Liter = EURO 25,00
Verbrauch ca. 2-3 Liter
Spezialverdünnung 1,0 Liter = EURO 12,00
Ca. 20 % der Lackmenge
Oder Härterverdünnung 1 Liter = EURO 20,00
Ca. 20 % der Lackmenge.
6. Trockenzeit
Staubtrocken nach 30 – 60 Minuten
Montagefest nach 12 – 24 Stunden
Es kann dem K.H.-Lack eine Härterverdünnung (Trocknungsbeschleuniger) im Austausch gegen die Spezialverdünnung beigegeben werden, der die Trocknungszeit entsprechend verkürzt.
Produkt: Härterverdünnung
1,0 Liter = EURO 20,00
Verbrauch ca. 20 % der Lackmenge
Alle Angaben bei 20° Celsius.
Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung grundieren oder lackieren!
7. Arbeitsgang – Sandstrahlen
Bei sandgestrahlten Teilen entfällt Arbeitsgang 1 und teilweise 3.
Vorsicht beim Strahlen der Motorhaube – sie kann durch unvorsichtiges Strahlen instabil werden!

 

2K-Lacke Mischungsverhältnis 2:1 (M.V.)
Bei der Verwendung von 2K-Acryllacken ist nur der K.H.-Haftgrund durch den
2K-Haftgrund auszutauschen, der jedoch mit einem Spritzgang aufgetragen wird.
Produkt:
2K-Haftgrund M.V.: 4:1
1,0 Liter = EURO 35,00
Verbrauch ca. 3,0 Liter für den ganzen Schlepper
2K-Härter M.V.: 4:1
0,25 Liter = EURO 12,00
Verbrauch 0,25 Liter je 1,0 Liter Haftgrund

Alle Produkte und Preise beziehen sich auf den Shop von www.Oldtimer-Jehle.de.

Vor dem Lackieren

Vor der Ernte wird geschwitzt großes Grinsen Hier erkläre ich euch wie man eine einwandfreie Oberfläche bekommt. Niemand will einem Lackierer Konkurenz machen oder ??? Aber bei den heutigen Preisen ist es nicht schlecht wenn man weiß wie man sich zur Not selbst helfen kann.

Die einzelnen Arbeitsschritte vor und bei der Lackierung

1. Reinigen mit Entfettungsmittel
2. Schleifen (vor dem Spachteln)
3. Spachteln
4. Schleifen
5. Abkleben und Abdecken
6. Grundieren und Füllern
7. Schleifen (nach dem Füllern)
8. Lackieren

1. Reinigen mit Entfettungsmittel
Der erste Arbeitsgang ist stets das Entfetten und Reinigen der Oberfläche. Auf den zu lackierenden Flächen finden sich häufig Rückstände von Fett, Öl und anderen Verunreinigungen, die unbedingt entfernt werden müssen.

Salzrückstände werden am besten mit Verdünner gelöst und entfernt. Reinigt mit viel Reiniger und Wasser und trocknet mit einem sauberen, flusenfreien Lappen nach. Anschließend muss mit Entfettungsmittel nachgereinigt werden, so dass alle Öl- und Fettrückstände beseitigt sind.
Durch die sehr lange Verdunstungszeit von Lesonal Antistatic Degreaser eignet sich dieses Mittel besonders gut für die Reinigung. Durch diesen Produktvorteil könnt ihr außerdem Unebenheiten bereits im Vorfeld erkennen und beseitigen.

Bitte beachten:
Bei ungenügender Reinigung des Untergrundes können Fett- und Salzrückstände auf der Oberfläche zurückbleiben. Diese Rückstände führen zu Silikonkratern, Blasenbildung sowie Haftverlust des Lackaufbaus.

2. Schleifen (vor dem Spachteln)
Damit die Haftung des Spachtels gewährleistet ist, wird nach dem Entfetten und Reinigen geschliffen.
1. Beschädigte Stellen = P80 – P120. Bei Verwendung von zu grobem Papier besteht die Gefahr, dass sich Schleifspuren nach der Durchtrocknung in der Decklackschicht abzeichnen.
2. Randzonen außerhalb der beschädigten Stellen = P150 – P180. Wird dieser Schritt nicht durchgeführt, können Randzonen und Schleifspuren im Decklack die Folge sein.
3. Der Sprung von einer Körnung zur anderen sollte nie mehr als 100 Schritte sein, z. B. von P80 zu P180. Sind es mehr als 100 Schritte können sich Schleifspuren abzeichnen, weil das zu feine Schleifpapier (z. B. P220) nicht in der Lage ist, die tiefen Schleifspuren des groben Vorschliffs (z. B. P80) einzuebnen.

Bitte beachten:
Bei zu grobem Vorschliff des Untergrundes zeichnen sich Schleifspuren im Lacksystem ab. Zusätzlich kann ein zu grober Vorschliff zum Haftverlust des Lacksystems führen.

3. Spachteln
Unebenheiten werden mit Spachtelmaterialien ausgeglichen. Alle Polyesterspachtel werden direkt nach dem gründlichen Vermischen mit dem Härter auf den gut entfetteten und gründlich geschliffenen metallischen Untergrund aufgetragen.
Für grobe Unebenheiten ist besonders Universal Polyesterspachtel (Polyester Bodyfiller) geeignet. Dieser ist auf allen gängigen Untergründen (Zink, Aluminium und Stahl) einsetzbar. Wenn Rostlöcher vorhanden sind, können diese je nach Umfang mit Polyester Faserspachtel (Polyester Bridging Filler) geschlossen werden.
1. Mischungsverhältnis einhalten! – 100 g Spachtel = 2,9 g Härter
2. Nicht auf alte Lackschichten spachteln!
3. Infrarottrocknung vermeiden!

Bitte beachten:
Bei zu viel Härterzugabe im Spachtel bluten die Farbstoffe des Härters in die nächste Schicht durch (Durchbluten z.B. rosa Fleck im weißen Decklack). Bei zu wenig Härterzugabe bleibt der Spachtel weich – somit ist der nächste Arbeitsgang – Schleifen oder Überlackieren nicht möglich. Polyesterspachtel zieht Feuchtigkeit, deshalb immer trocken schleifen, ansonsten entstehen Wasserblasen.

4. Schleifen
Nach dem Auftragen des Polyesterspachtels wird die Fläche geschliffen, um die Unebenheiten zu beseitigen. Der Vorschliff der beschädigten Stelle ist je nach Qualität des Spachtelauftrages trocken mit Schleifpapier der Körnung P120 – P150 durchzuführen. Der Feinschliff vor dem Auftragen des Füllers sollte trocken mit der Körnung P180 – P240 durchgeführt werden.
1. Wird der Füller nur knapp über die Schadstelle hinausgespritzt, muss der Randbereich sehr fein geschliffen werden (P240), um spätere Schleifriefen zu vermeiden.
2. Polyesterspachtel dürfen nur trocken geschliffen werden, weil sie das Wasser binden (Gefahr von Blasenbildung).

Bitte beachten:
Bei zu grobem Vorschliff des Untergrundes zeichnen sich Schleifspuren im Lacksystem ab. Zusätzlich kann ein zu grober Vorschliff zu Haftverlust des Lacksystems führen.

5. Abkleben und Abdecken
Vor der Lackierung sind alle Fahrzeugteile, die nicht lackiert werden, sorgfältig abzudecken. In vielen Fällen – falls möglich – ist es ratsamer das Fahrzeugteil zu demontieren; so können Sie einfacher und sauberer arbeiten. Es gibt Klebebänder in verschiedenen Breiten. Die Spezialklebebänder sind elastisch. Ihr könnt damit auch Rundungen und Ecken scharf und genau abkleben (z. B. für Designlackierungen). Die Flächen können mit Abdeckpapier oder geeigneten Folien geschützt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Ansatzstellen der Papiere überklebt werden, damit der Spritznebel nicht unter die Abdeckung kommen kann.
1. Nicht scharf abkleben – vermeidet harte Spritzränder (Ränderbildung durch Lösungsmittel).
2. Wird das Klebeband sofort nach dem Lackauftrag entfernt, werden die Übergänge weicher und der frische Lack schält an den Abdeckkanten nicht ab.

6. Grundieren und Füllern
Im Füllerbereich unterscheidet man die Materialien nach ihren Einsatzgebieten. Je nachdem, wie die Vorarbeit (Spachteln und Schleifen) durchgeführt wurde, ist ein mehr oder weniger füllkräftiges Material erforderlich. Für zeitsparende Arbeiten werden heutzutage vielfach sogenannte Nass-in-Nass-Füller (2k Filler 540) verwendet, um den Arbeitsschritt „Füller Schleifen“ einzusparen.

Das Angebot von z.B. Lesonal / Sickens und anderen Anbietern:
1k Primer : für Neuteile und schnelle Reparaturen – schnelle Trocknung, glatter Verlauf

2k Primer 540: sowohl als Schleif- wie Nass-in-Nass-Füller einsetzbar

2k HS Primer: mit extrem hoher Füllkraft zum Füllern von größeren
Reparaturstellen mit kleinen Unebenheiten

2k Epoxy Primer: für die Reparatur auf Zink, Alu und Stahl

1. Untergrund muss sauber und gut vorbereitet sein!
2. Die Ablüftzeiten sind einzuhalten! Nach jedem Spritzgang mind. 5 – 10 Min. / 20 °C (bis die Fläche matt abgetrocknet ist). Abhängig von Umgebungstemperatur, den Härtern und Verdünnungen
3. Nicht überbeschichten – einzelne dünne Schichten auftragen.
4. Durch die Auswahlmöglichkeit zwischen 3 verschiedenen Füllerfarbtönen (grau, weiß, schwarz) für den Untergrund wird eine schnellere und bessere Deckkraft bei der Decklackierung erzielt.
5. Geeignete Spritzgeräte, Düsengrößen und Luftkappen verwenden.
6. Trocknung: Ob Lufttrocknung bei 20 °C, Ofentrocknung bei 60 °C oder Infrarot-Trocknung, wichtig ist, dass der Füller gut durchgehärtet ist

Bitte beachten:
Bei zu hohem Füllerauftrag ist die Durchhärtung des Füllers nicht gewährleistet, dies führt zu Runzelbildung (Furchen und Wellen). Nicht ausreichende Isolierung von Durchschliffstellen sowie zu geringe Trocknung des Füllers führt zur Randzonenmarkierungen

7. Schleifen ( nach dem Füllern )
Nach der ausreichenden Trocknung (siehe Technisches Merkblatt) der Lesonal Füller werden diese geschliffen (wenn kein Nass-in-Nass-Füller verwendet wurde). Das Schleifen der Füller kann sowohl trocken als auch nass durchgeführt werden.

Bitte beachten:
Bei zu grobem Vorschliff des Untergrundes zeichnen sich Schleifspuren im Lacksystem ab. Zusätzlich kann ein zu grober Vorschliff zum Haftverlust des Lacksystems führen. Wird der Füller nur knapp über die Schadstelle hinausgespritzt, muss der Randbereich sehr fein geschliffen werden (P240), um spätere Schleifriefen zu vermeiden.

……………….

Die optimale Schleifkörnung für die Schleifarbeiten des Füllers sind davon abhängig mit welchem Decklackmaterial überlackiert wird:

Reinigung der Oberfläche (siehe Reinigen). Geeignete und gut funktionierende Spritzpistole verwenden, damit die vorgeschriebene Schichtstärke und Oberfläche erzielt werden kann. Eine Einzelschicht (100 %) auftragen. Ablüften bis die Schicht komplett trocken (matt) ist. Anschließend eine leichtere Schicht (80%) auftragen. Vorgang wiederholen bis zum Erreichen der Deckkraft. Ist die Deckkraft erreicht, abschließend mit einem Effektgang (20 %) fertigstellen.

Vor dem Lackauftrag muss der Basislack ausreichend abgelüftet sein. Richtiges Mischungsverhältnis mit Härter und Verdünnung beachten, da ansonsten die Durchtrocknung nicht gewährleistet ist. Verwendung einer geeigneten und gut funktionierenden Spritzpistole, damit die vorgeschriebene Schichtstärke und Oberfläche erzielt werden kann. Eine leicht verlaufende Schicht auftragen und eine Ablüftzeit von 1 – 5 Minuten gewähren.
– Anschließend eine volle verlaufende Schicht auftragen.
– Vor der Trocknung bei 60 °C eine Ablüftzeit von 5 Minuten gewähren.

Farbnummern der Porsche Diesel und Allgaier Traktoren

PORSCHE-DIESEL Ralfarben

Farbton – Rot: (Karminrot) 3002
Farbton – Gelb: (Elfenbein) 1014

Allgaier System Porsche Ralfarben:

Farbton – Grün: (Laubgrün) 6002
Farbton – Orange: (Signalorange) 2010

Service Fahrzeuge, Hinweisschilder:

Farbton – Blau: (Signalblau) 5005
Weiterführende Informationen zu RAL-Farben.

http://www.ral.de

Die eigene Lackierung in einzelnen Schritten

Lackiertipps

Fehler erkennen und beseitigen

Da es sich hier nicht um ein Lackierer Forum handelt und die meißten von uns diesen Beruf nicht erlernt haben erkläre ich hier mal die Fehler, die am häufigsten gemacht werden ( leider sieht man das Resultat erst nach vollendeter Arbeit ) um sie von vornherein zu vermeiden. Da es Unmengen von Fehlern gibt ( ich persönlich kenne mehr als 20 ) werden hier die häufigsten von Anfängern gemachten beschrieben.

Wer sich nicht an das Ausbeulen und Spachteln traut wird wohl auch nicht lackieren. Diese Grundkenntnisse setze ich einfach mal voraus.

Krater

Fehler
Die Lackoberfläche ist mit kleinen, kreisförmigen Löchern übersät. In der Mitte der Krater kann manchmal der Untergrund sichtbar werden oder der dort dünnere Lackfilm lässt die Grundschicht durchschimmern.

Ursache
Ungenügende Reinigung der zu lackierenden Fläche
Falsche Reinigungsmittel
Silikoneinwirkung in der Spritzkabine oder anderen Betriebsteilen
Unsachgemäßes Einsetzen von Lackhilfsmitteln (Antisilikon)
Verschmutzte Druckluft.

Vorbeugung
Sorgfältige Reinigung der zu lackierenden Fläche mit dem richtigen Entfettungsmittel
Verwendung von silikonfreien Produkten
Regelmäßige Kontrolle des Öl-/Wasserabscheiders, des Kompressors.

Beseitigung
Lackaufbau bis auf gesunde Schichten abschleifen
Neuaufbau mit geeigneten Reinigungsmitteln, Grund- und Decklackmaterialien
Bei erneuter Kraterbildung in der Lackierung empfiehlt es sich, Antisilikon in der richtigen Menge einzusetzen.

…………………….

Orangenhaut

Fehler
Lackierung zeigt unruhige Oberfläche (schlechter Lackverlauf); Struktur ähnlich einer Apfelsinenschale

Ursache
Falsche oder zu schnellflüchtige Verdünnungen
Unverträgliche Zusatzmittel wurden dem Lack beigemischt
Abweichung von Spritzviskosität, -druck oder -technik
Starker Temperaturunterschied zwischen dem Lackmaterial und dem zu lackierenden Objekt
Falsche Verarbeitung
Falsche Spritzdüse

Vorbeugung
Vorgeschriebene Materialien und Mischungsverhältnisse einhalten
Einhaltung des richtigen Spritzdrucks, der richtigen
Spritztechnik und Düsengröße
Material, Objekt und Raumtemperatur sollten auf gleichem Niveau liegen
Beachtet die Daten in den Technischen Daten und Sicherheitsdaten oder fragt den Lackhersteller.

Beseitigung
Leichter Orangenhauteffekt kann durch Polieren beseitigt werden.
Bei größeren Fehlern muss die Oberfläche geschliffen und neu lackiert werden.

……………………

Staubeinschlüsse / Pickel

Fehler
Kleine unregelmäßige Erhebungen in der Lackoberfläche, die in unterschiedlicher Größe, Art und Verteilung auftreten

Ursache
Ungenügende Reinigung der zu lackierenden Flächen Ungeeignete, fusselnde Bekleidung
Verschmutzte Filter in der Spritzkabine
Verschmutzter Untergrund in der Kabine bei unzureichender Abdichtung

Vorbeugung
Gründliches Reinigen vor dem Lackieren Fusselfreie Kleidung tragen
Rechtzeitiger Austausch der Boden- (ca. alle 2 – 4 Wochen) und Deckenfilter (ca. 2- mal im Jahr)
Regelmäßige Einstellung der Luftführung.

Beseitigung
Kleine einzelne Staubeinschlüsse können fein ausgeschliffen und poliert werden
Bei vielen größeren Staubeinschlüssen hilft nur Anschleifen und nochmaliges Lackieren.

…………………….

Schleifspuren

Fehler
Durch die Lackierung sind Spuren von Schleifarbeiten sichtbar.

Ursache
Untergrund wurde mit einem zu groben Schleifpapier bearbeitet
Zu dünne Lackschichten ( wobei Lack niemals Schleifspuren füllt )
Füllerschichten waren nicht richtig durchgetrocknet
Falsche Schleifgeräte, falsche Schleiftechnik

Vorbeugung
Schleifpapierkörnung entsprechend dem Füllvermögen der vorhergehenden Produkte wählen
Ausreichend empfohlene Lackschichten auftragen
Nur auf gut durchgetrockneten Füllerschichten schleifen
Geeignete Exzenterschleifgeräte verwenden.
Schleifmaschine erst auf bearbeiteter Fläche aufsetzen und dann einschalten

Beseitigung
Bei leichten Schleifspuren: Anschleifen mit feinem Schleifpapier (P1500 – 2000), anschließend aufpolieren
Bei starker Schleifriefenmarkierung trocken schleifen mit Exzenterschleifgerät (P400 – 500) oder nass (P800 – 1000)
Anschließend Neulackierung

……………………..

Läuferbildung

Fehler
Der frisch aufgetragene Lack läuft an senkrechten Flächen tropfen- oder wellenförmig ab

Ursache
Falsche Produktzusammenstellung (z.B. Härter und Verdünnung zu lang)
Zu kurze Ablüftzeiten
Ungeeignete Spritzgeräte und Spritztechnik
Zu hoher und ungleichmäßiger Lackauftrag
Zu niedrige Spritztemperaturen

Vorbeugung
Richtige Produktauswahl
Richtige Ablüftzeiten einhalten
Spritzpistole, Spritztechnik und Materialeinstellung den Umgebungsverhältnissen anpassen

Beseitigung
Lack gut durchtrocknen lassen
Entfernen der Läufer mit Lackhobel
Anschließend plan schleifen mit Nassschleifpapier (P1500 – 2000)
Aufpolieren mit Schleifpolierpaste
Bei extremer Läuferbildung plan schleifen; anschließend neu lackieren.

…………………….

Haarrisse

Fehler
Haarfeine Risse mit unterschiedlicher Länge und Tiefe, die über weite Bereiche auftreten. Diese Risse können sich verstärken und durch alle Lackschichten hindurchgehen.

Ursache
Falsche Produktzusammenstellung, z.B. Polyesterspachtel auf TPA (Thermoplastische Acrylatlacke)
Ungenügende Durchtrocknung der Grundschichten
Zu hohe Gesamtschichten des Lackaufbaus
Extreme UV-Belastungen und Temperaturschwankungen
Zu wenig Elastifizierungsmittelzusatz bei der Lackierung von Kunststoffteilen

Vorbeugung
Richtige Produktauswahl
Empfohlene Ablüft- und Trockenzeiten einhalten
Aufbau und Schichtdicke der Altlackierung überprüfen
Richtige Zugabe des Elastifizierungsmittels (siehe ABE )

Beseitigung
Entfernen der beschädigten Lackschichten; Neuaufbau mit geeigneten Grund- und Decklackmaterialien